Vom Suchen
und Werden.
Meine persönliche Geschichte

Woher weiß ich überhaupt, was ich will?
Das erscheint mir als ein treffender Startpunkt dieses ganzen Bereiches. Woher wissen wir eigentlich, was wir wollen?
Eigentlich doch eine denkbar einfache Frage, oder nicht? Nun, wenn Du hier bist und das liest, scheinbar nicht.
Ich wusste mein Leben lang nicht, was ich will. Oder sagen wir besser, ich durfte es nicht wissen.
Denn ich hatte gelernt: Was ich will, ist nicht möglich und vor allem nicht sicher.
Was bedeutet das denn jetzt?
Ich wollte immer schon reich werden, sehr reich. Das war mein größter Traum als Kind. Ich habe oft davon gesprochen, was ich alles mache, wenn ich ganz viel Geld habe. Und immer ging es um eines nicht: um mich. Ich wollte Geld aus einem einzigen Grund: um meinen Verwandten und meiner Familie eine Freude zu machen. Ihnen das kaufen, was sie wirklich wollen.
Das klingt jetzt perfekt altruistisch, ich weiß. Ist aber ein Fakt, den ich nicht zu verstecken oder zu beschönigen brauche. It is what it is.
Wie dem auch sei. Dieser Traum hat mich mein Leben lang begleitet. Allerdings, so weiß ich heute: unbewusst. Denn ich hatte ihn völlig vergessen. Aus Scham. Erst vor ungefähr einem Jahr fragte ich meine Mutter, was ich denn eigentlich als Kind werden wollte. Ich wollte es damals wissen, weil ich nach wie vor nicht wusste, was ich eigentlich vom Leben will. Ihre Antwort: Du wolltest eigentlich nichts machen außer reich werden. Und dann kam die ganze Erinnerung zurück. Auch die Klarheit darüber, dass ich diesen Traum vergessen hatte, weil ich mich dafür schämte. Reich werden, das ist ja wohl kein erstrebenswertes Ziel im Leben. Nun, für mich ist es das. Wieder geworden. Denn mein Motiv hat sich nicht verändert. Ich will nicht primär reich werden, um mir alle möglichen Absurditäten leisten zu können. Das, was meine Familie und ich wirklich zum Leben brauchen, damit wir uns rundum wohlfühlen, nicht mehr und nicht weniger. Und das darf ruhig auch ein bisschen Luxus sein. Und mit dem Rest? Würde ich gerne andere Menschen dabei unterstützen, ihre Träume zu leben. Aber dazu später mehr.
Dieser Traum hat mich also trotzdem all die Jahre unbewusst begleitet, behaupte ich heute. Er hat mich durch unterschiedliche Stationen in meinem Leben geführt. Maschinenbaustudium, Management Consulting, Data. Denn eines verbindet diese Stationen. Der Wunsch nach materieller Sicherheit, Geld. Etwas anderes war mir bei diesen Berufen eigentlich nie wichtig. Und deshalb wusste ich auch lange Zeit gar nicht, warum ich sie überhaupt mache. Jedenfalls nicht aus Freude oder Leidenschaft. Und so war ich denn auch lange Zeit völlig orientierungslos. Denn irgendetwas stimmte nicht. Ein unbeschreibliches Gefühl, überall völlig fehl am Platz zu sein. Völlig, absolut und komplett. Es lässt sich schwer in Worte fassen, aber ich habe mich nie auch nur annähernd mit irgendetwas von dem, was ich getan habe, wirklich identifizieren können. Und das hat in mir gearbeitet und genagt. Jeden Tag. Am schlimmsten, wenn es richtig intensiv wurde. Wenn ich richtig performen musste. Die Extrameile gehen. Wofür, verdammt noch mal, denn? Für mich hat nichts davon Sinn gemacht. Aber ich wusste beim besten Willen ja auch nicht, was ich anders hätte tun sollen.
Ich habe alternative Wege ausprobiert. Eine Zeit lang habe ich nebenberuflich als Baumpfleger und -kletterer gearbeitet. Etwas, das mir große Freude bereitete. Als Hobby. Die Vorstellung, diesen Beruf Vollzeit und mein Leben lang zu machen, war der blanke Horror für mich. Und so befand ich mich in einem inneren Gefängnis. Eingesperrt von mir und meinem Traum selbst. Die Mauer selbst errichtet durch die Grenzen meiner Vorstellungskraft und Möglichkeiten. Das ließe sich jetzt leicht auf äußere Umstände, Erziehung, das System oder was auch immer schieben. Nur davon bin ich kein Fan. Wir sind für unser Leben selbst verantwortlich. Gott sei Dank hat mich jemand aus diesem Gefängnis rausgeholt. Und dieser Jemand war meine Frau. Sie hat mir einen anderen Weg gezeigt. Einen Weg aus diesem Gefängnis heraus. Dieser Weg hat mich zu mir geführt. Er hat mich wieder mit meinem Traum verbinden lassen. Auf eine andere, stimmige Art. Und genau darum soll es in meiner Arbeit gehen. Um den Weg aus dem eigenen inneren Gefängnis. Das uns ganz nebenbei vor uns selbst bewahrt. Davon werde ich noch ausführlicher sprechen. Bis hierhin war es das erst mal. Neugierig? Dann melde dich bei mir. Es gibt noch so viel mehr zu erzählen und zu sehen. Wenn Du Lust hast, dich gemeinsam mit mir zu wundern und zu freuen: Ich bin allzeit bereit.
Dein
Christian Franco
Lass uns sprechen